Jubiläum: „Ostpreußen lebt“

Jubiläum: „Ostpreußen lebt“

25. Landestreffen der Ostpreußen in Schwerin

Schwerin – Nach zwei vergeblichen Anläufen in der Corona-Zeit wurde es ein rauschendes Jubiläumsfest – das 25. Landestreffen der Ostpreußen am 24. September 2022 in Schwerin – zugleich das 30-jährige Jubiläum der Ostpreußen-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern. Mit über 1.000 Besuchern war die Sport- und Kongresshalle Schwerin wieder gut gefüllt. Hochkarätige Gäste gaben sich die Ehre, so der Botschafter der Republik Litauen in Deutschland, S.E. Ramūnas Misiulis, die Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese, und der Bundessprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, Stephan Grigat, sowie die Vertreter der ostpreußischen Heimatkreise Gumbinnen, Ebenrode/Stallupönen, Heilsberg, Memel, Tilsit und andere. Ein Bus kam nicht nur aus Anklam und Neubrandenburg, sondern auch aus Stendal und Osterburg in der Altmark. Etwa 100 Besucher waren erstmals dabei. Denn die Landesgruppe der Ostpreußen hatte zum Jubiläum kräftig eingeladen und ein opulentes Non-Stop-Programm vorbereitet. 100 Landsleute aus dem heutigen Polen und Litauen brachten musikalische Grüße direkt aus der Heimat mit. Die Schweriner Blasmusikanten umrahmten diesen Tag, der den Ostpreußen und Gästen von nah und fern viel zu geben hatte. Seit 1996 finden diese Landestreffen jährlich wechselnd auch in Rostock und Neubrandenburg statt. 

„Frieden schaffen – ohne Waffen!“

Die Projektteilnehmer nahmen an kreativem und interessantem Workshop teil. Jugend hatte die Möglichkeit, sich zusammen zu treffen, näher kennenzulernen und vor allem zu integrieren. Dank gemeinsamem Treffen unter einem Dach konnte ihre Identität-und Zugehörigkeit zu der deutschen Minderheit  verstärkt werden. Im Rahmen des Projekts mussten die Jugendliche eine kurze Reportage drehen,  dadurch wurden sie motiviert, neue Orte und Plätze  zu entdecken, was zu dem nationalen Bewusstsein beigetragen hat und ihr historisches Wissen über Ermland und Masuren vertieft hat.

  Zu Beginn des Workshops erzählte jeder Teilnehmer kurz, aus welcher  Geselschaft  der deutschen Minderheit in Ermland und Masuren er stammt. Anschließend erzählten sie von ihrer Arbeit für den Ortsverband und ihren Deutschkenntnissen. Dann verrieten alle, wie groß ihr Interesse an Film und Reportage ist .Es wurde gefragt, ob sie bereits gefilmt oder fotografiert haben ob die Jugendlichen Interesse an Kunst und Medien haben.

Anschließend wurden zwei Kurzfilme vorgeführt (eine einfache Szene, die auf zwei Arten gedreht wurde – schlecht und gut). Eine gemeinsame Diskussion über Film- und Schnittfehler. Die Demonstration einer zweiten Version der gleichen Szene ist gut gelungen.

 Eine weitere Übung war ein Gespräch vor einer Handykamera. Jeder Teilnehmer schlüpfte in die Rollen des Kameramanns, des Tontechnikers, des Setmanagers, des Journalisten und der Person, die 3 kurze Fragen beantwortete. Bei dieser Übung waren alle Teilnehmer stark in die Arbeit involviert und hatten eine Vorstellung davon, wie es ist, am Set zu arbeiten und wie viele Dinge bei der einfachsten Aufnahme zu realisieren sind. 

Während des organisierten Mini-Reporter-Workshops hatte jeder Teilnehmer allein oder in kleinen Gruppen die Möglichkeit, eine beliebige Szene mit der Handykamera aufzunehmen, die dann vom Trainer bewertet und korrigiert wurde. Die Jugendlichen waren sehr phantasievoll in der Ausführung der Szenen und sehr engagiert in der Sitzung. Es gab viele Fragen an den Trainer, was das Interesse an den Themen des Treffens zeigte.  

 All dies diente dazu, die Jugendlichen auf die nächste Phase des Projekts vorzubereiten und zu unterrichten, in der sie einen Minifilm über das ehemalige Ostpreußen drehen sollten. Die Jugendlichen wählten einen beliebigen Ort aus, der aus ihrer Sicht die interessantesten und identitätsstiftendsten Gebiete des ehemaligen Ostpreußens darstellte. Jeder Bericht war auf seine Weise originell und interessant.  Die drei schönsten Videos wurden mit Preisen ausgezeichnet. Während dieses Projekts lernten die Jugendlichen nicht nur viel Praktisches, sondern tauschten auch Erfahrungen über die deutsche Minderheit, gemeinsame Pläne und Ziele für zukünftige Projekte aus. Dies war eine gute Motivation für die weitere kreative Arbeit in den örtlichen Vereinen. 


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