Lyck – Kulinarische Werkstatt

Lyck – Kulinarische Werkstatt

Rezepte meiner Großmutter

Masurische Großmütter wissen, wie man aus dem, was zur Hand ist, etwas Gutes und Billiges zu essen macht. Und es geht überhaupt nicht um Fertiggerichte aus „Biedronka“ oder „Lidl“. Es geht um kulinarische Tradition, die man wie jede andere pflegen muss. 

An der Werkstatt zu traditionellen masurischen Gerichten nahmen 19 Personen teil. Sie fand am 18. April im Sitz der Gesellschaft „Masuren“ statt. Während der Werkstatt kochten die Mitglieder der „Masuren“ traditionelle Sauerampfersuppe und Kartoffelkuchen und buken zwei Apfelkuchen nach zwei unterschiedlichen Rezepten. Alle Rezepte, nach denen sie diese Gerichte kochten, kamen von Brygida Denert und werden in ihrer Familie von Generation zu Generation weitergegeben. Der Sauerampfer für die Suppe wuchs sogar in ihrem Garten.  

Nach dem gemeinsamen Kochen folgte das gemeinsame Kosten der Gerichte. Am Ende wurden Kaffee und Kuchen gereicht. Dann hielt Urszula Sasińska, die Vorsitzende der Gesellschaft „Masuren“ einen Vortrag über die Tradition der masurischen Küche. Und da kam heraus, warum die Teilnehmer der Werkstatt gerade Sauerampfersuppe und Kartoffelkuchen gekocht und Apfelkuchen gebacken hatten.

 – Ein Zeichen der masurischen Küche ist, dass sie das nutzt, was die Natur hergibt: Obst, Pilze, Beeren, Kräuter sowie Honig und eben Sauerampfer. Außerdem ist Masuren eine Kartoffel-Region. Traditionelle Gerichte sind Kartoffelpuffer, Kartoffelkuchen und gefüllte Kartoffelklöße. Sehr populär waren auch Süßwasserfische, erklärt Urszula Sasińska.

Beim Kaffee gab es Gespräche über die kulinarischen Traditionen in den Häusern der Mitglieder der Gesellschaft. Es wurden verschiedene Familiengeschichten nicht nur zum Kochen erzählt. Das war ein sehr gut und angenehm verbrachter Tag. Alle bestätigten übereinstimmend, dass es ein Genuss nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele gewesen sei.

lek , Foto: Archiv der „Masuren“