Uns verbindet der Kranz
Um feiern zu dürfen, muss man zuerst arbeiten. Deswegen trafen sich am dritten Dezember 2024 fünfzehn Mitglieder der Gesellschaft der deutschen Minderheit in Rastenburg in ihrem Sitz in der früheren Freimaurerloge.
Ziel dieses Treffens war das gemeinsame Feiern des Advents. Um die Traditionen zu bewahren, schufen sie Adventskränze und kleine Kränze für den Weihnachtstisch. Instruktorin war Zofia Lachowska, deren Mama und Oma aus Rastenburg stammten und in deren Elternhaus immer Kränze gemacht wurden.
– Ich habe erzählt, wie das früher bei uns gemacht wurde, woher diese Bräuche stammen und was sie bedeuten. Das Wichtigste bei uns bei dieser Herstellung war, den Schmuck gemeinsam zu machen und nicht zu rivalisieren, wer den hübschesten Kranz macht. Früher einmal gab wir diesen Schmuck den Nächsten zum Geschenk, erklärt Zofia Lachowska.
Und dieser Geist der Gemeinschaft herrschte während des Machens der Kränze. Einige nahmen sie am Ende mit nach Hause, aber ein großer Teil des Schmucks blieb im Büro als Dekoration für das Adventstreffen, das eine Woche später stattfand. Daran nahmen deutlich mehr Menschen teil. Nach dem Imbiss machten sich alle mit Freuden an das Singen von Liedern und Weihnachtsliedern. Das gelang ihnen so gut, dass die Vorsitzende einen Film drehte, um ihn auf Facebook zu stellen. Leider versagte die Technik und es sind nur die Bilder erhalten, aber auch auf ihnen ist zu sehen, dass es super war.
Beide Projekte unterstützte der Verband der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in Polen finanziell.
