Wann wurde Jesus geboren?
Warum begehen wir Weihnachten gerade am 25. Dezember? Seit wann feiern die Christen diesen Tag? Diese und bei dieser Gelegenheit auch andere interessanten Geschichten konnte man beim „Heiligabend mit Herder“ erfahren.
Seit vielen Jahren schon organisieren ihn im Dezember die Mohrunger Gesellschaft der deutschen Minderheit und das Herder-Museum in Mohrungen. In diesem Jahr gab es jedoch nur einen Organisator – die Gesellschaft. Das Museum wird noch renoviert und deshalb fand auch das Treffen nicht im Museum, sondern im Rathaus statt.
Warum wir Weihnachten gerade am 25. Dezember begehen und seit wann die Christen diesen Tag feiern, darüber erzählte am neunten Dezember Pfarrer Dariusz Piórowski, der Propst der Gemeinde des seligen Michał Kozal.
Der Pfarrer erklärte, dass die Christen erst seit dem vierten Jahrhundert Weihnachten feiern. Vorher taten sie das nicht, weil sie im Römischen Reich verfolgt wurden. Und warum am 25. Dezember?
Das ist ein herkömmliches Datum. An diesem Tag feierten die Römer den Feiertag des Gottes der Sonne oder des Gottes Mitra. Nach der Legalisierung des Christentums und seiner Anerkennung als Staatsreligion übernahmen sie diese Feiertage und gaben ihnen eine neue christliche Bedeutung, erklärte Pfarrer Piórowski.
Er führte jedoch eine Hypothese an, die Wissenschaftler nach der Analyse der Handschriften von Qumran aufgestellt hatten. Das sind etwa 900 Handschriften datiert aus der Zeit vom dritten Jahrhundert vor Christus bis zum ersten Jahrhundert nach Christus. Eine von enthält einen Dienstplan der Geistlichen im Tempel von Jerusalem, unter denen auch Zacharias aufgeführt wird, der Mann Elisabeths und der Vater von Johannes dem Täufer. Auf der Grundlage der Daten seiner Dienste und anderer biblischer Texte lässt sich bestimmen, dass Jesus im Dezember geboren wurde.
Der Vortrag von Pfarrer Piórowski gefiel den Anwesenden sehr. Unter anderem dabei waren Katarzyna Zarachowicz, die stellvertretende Bürgermeisterin von Mohrungen, und Ingrid Tkacz, die Vorsitzende der Kreisgemeinschaft Mohrungen in Deutschland.
Nach dem Vortrag sangen alle mit Hingabe Weihnachtslieder unter Gitarrenbegleitung durch Małgorzata Mróz, einer ehemaligen Schülerin von Urszula Mańka, der Vorsitzenden der Gesellschafte „Herder“. Nach dem Singen besprachen alle den Vortrag des Pfarrers bei Kaffee und von den weiblichen Mitgliedern von „Herder“ gebackenem Kuchen.
