Und nach dem Walzer – Yoga
Erst im dritten Anlauf war es der deutschen Gesellschaft „Warmia“ in Heilsberg gelungen, dieses Treffen zu organisieren. Und sicher deswegen, weil Zeit war, es gut zu durchdenken, gelang es sehr gut.
Die zwei vorherigen Versuche, die „Stafette der Generationen“, denn so nannte sich diese zweitägige Veranstaltung, zu organisieren, klappten aus finanziellen Gründen nicht. Im dritten Anlauf gelang es, eine entsprechende Summe zu gewinnen, aber auch sie erwies sich zuletzt als zu gering. Das Ministerium für Inneres und Verwaltung stimmte jedoch zu, die fehlende Summe dazuzugeben.
Die „Stafette der Generationen“ fand vom 26. bis 28. Mai im Heilsberger Hotel „Górecki“ statt. Es ging dabei um gemeinsames Singen, aber nicht nur, sondern auch um Integration. Deswegen nahmen an ihr nicht nur Mitglieder der deutschen Gesellschaft in Heilsberg, sondern auch in verschiedenen Orten wohnende Mitglieder aus Landsberg und Bartenstein. Insgesamt etwa 40 Personen.
Am ersten Tag nach dem Abendessen lernten alle die Texte der Lieder. Am zweiten probten sie sie vom Frühstück bis zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen schlug Maryla Grynek – Mitglied von „Warmia” und von Beruf Fitnesstrainerin im Heilsberger Hotel „Krasicki“ den Teilnehmern Yoga vor. Das rief anfangs Verwunderung hervor, die sich schnell in heiteres Vergnügen verwandelte. Einige Teilnehmer in bereits fortgeschrittenem Alter hatten seit der Beendigung der Schule keine Gymnastik mehr betrieben. Nach dem Yoha gingen alle auf einen Spaziergang zu den Gradierwerken. Dort trafen sie den Heilsberger Bürgermeister Jacek Wiśniowski, der gerne von Gradierwerken sprach und von den Plänen, der Stadt den Status eines Kurorts zu verleihen.
Nach der Rückkehr vom Spaziergang gab es wiederum gemeinsamen Gesang bis zum Abendessen. Nach dem Abendessen Integrationstänze und wieder Gymnastik. Sie führte Danuta Niewęgłowska aus Bartenstein, die Leiterin der Tanzgruppe „Saga“. Wieder gab es eine Menge guter Laune und Gelächter.
Auch der Sonntag war reich an Gesang, aber es gab auch Gespräche darüber, was die drei Gesellschaften gemeinsam machen können. Es tauchten gewisse Ideen auf. Die Frauen aus Bartenstein und Landsberg meldeten sich angespornt vom zweitägigen Singen beim Heilsberger Chor an.
Das war ein fantastisches Treffen, wertet Ewa Huss-Nowosielska von der Gesellschaft „Warmia“. Wir haben auf ihm verstanden, das wir gemeinsam handeln sollten und das so viel wie möglich, denn gemeinsam ist es leichter, billiger und interessanter. Wir haben verstanden, dass wir, obwohl wir verschiedenen Organisationen angehören, eine Gemeinschaft sind.
Und was sangen die Teilnehmer der „Stafette“? Deutsche Walzer und Tiroler Lieder.
