Kahlberg – Tanzwerkstatt von „Saga“

Kahlberg – Tanzwerkstatt von „Saga“

Viel geplant, noch mehr gemacht

Ein halbes Jahr wöchentlicher Proben ist eigentlich zu wenig, um öffentlich aufzutreten. Und dennoch hat die neue Besetzung von „Saga“, der Regionaltanzgruppe der Gesellschaft der deutschen Minderheit in Bartenstein das Gegenteil bewiesen: es ist möglich.

Auf dem letzten Sommerfest hat „Saga“ wie gewöhnlich einige ostpreußische Tänze gezeigt. Alle gefielen und brachten das Publikum in Schwung. Aber nach einiger Zeit zeigten sich ihre Mitglieder wieder vor der Bühne. Und zwar nicht in ostpreußischen Trachten, sondern in Trainingsanzügen. Ja, vor der Bühne, und sie baten das Publikum noch, ihnen dort den Platz frei zu machen. Was zeigten sie?  

Einen modernen Tanz, die Choreographie wurde erdacht und vorbereitet von den Ältesten Karolina Mandywel, Daria Pisarek und Paweł Urbański. Diese Choreographie übte die Gruppe bei der Tanzwerkstatt in Kahlberg, die vom 12. bis zum 14. Mai stattfand.

Nach der von der Corona-Pandemie verursachten Pause kehrte „Saga“ zur Tradition der Tanzwerkstatt am Meer zurück. Schon sei vielen Jahren organisiert sie sie immer im Erholungszentrum „Murena“, das über einen für sie geeigneten Übungssaal verfügt. 

Im Verlauf von drei sehr intensiven Tagen übte die Gruppe einige ostpreußische Tänze und noch den modernen Tanz. 

Die Jugendlichen arbeiteten von morgens bis abends. Niemand beschwerte sich, dass es schwer ist, und darüber hinaus übten sie noch auf eigene Initiative das moderne Stück, lobt die Jugendlichen Danuta Niewęgłowska, die Leiterin von „Saga“.

Die Fahrt nach Kahlberg war für „Saga“ sehr wichtig, denn sie hat sich in der letzten Zeit stark verjüngt und jetzt sind der größte Teil ihrer Besetzung Novizen im Alter von acht bis zwölf Jahren. Da die Gruppe einmal die Woche Proben hat und diese zwei bis drei Stunden dauern, entspricht die Werkstatt in Kahlberg einem Monat Vorbereitung. Dank dieser Beschleunigung führten die jungen Tänzer das Pflichtprogramm aus und noch die Zusatzaufgabe, die sie sich selbst gestellt hatten. 

Sie lebten auf der Werkstatt aber nicht nur für den Tanz, sondern hatten auch ziemlich viel Zeit für Integrationsspiele am Strand, wer mochte, konnte auch seine Füße im Meer anfeuchten. Freiwillig für ein Bad gab es dagegen nicht. 

Am Ende der Werkstatt gab „Saga“ einen Auftritt. Im Zentrum waren in derselben Zeit Senioren aus Warschau und sie waren sehr interessiert, was die Jugendlichen aus Bartenstein üben. Es war für sie die erste Begegnung mit ostpreußischen Tänzen. 

Direkt nach dem Auftritt auf dem Fest in Wuttrienen fuhr „Saga“ aus Anlass der Johannisnacht nach Biestern bei Lötzen . So trat sie an einem Tag gleich zweimal auf. 

Die Tanzwerkstatt von „Saga“ in Kahlberg finanzierte die Selbstverwaltung der Stadt Bartenstein, die Gesellschaft der deutschen Minderheit und die Eltern.