Rastenburg – Besuch der Schlesier 

Rastenburg – Besuch der Schlesier 

Gleiwitz wartet auf die Revanche

Gleiwitz besuchte Rastenburg. Das war der erste derartige Besuch. herzlich, nett und lehrreich. Wird es aber eine Revanche geben?

Wenn sich Schlesier schon auf den Weg nach Nordpolen machen, dann fahren sie meistens ans Meer. Diesmal jedoch hatte der Deutsche Freundschaftskreis DFK Gleiwitz beschlossen, Masuren zu besichtigen. Und wenn schon Masuren, dann sollte man auch die Mitglieder einer ähnlichen deutschen Organisation besuchen, mit der die Schlesier die deutsche Vergangenheit und die heutige Lage verbindet.

– Eines Tages rief mich Bożena Gałkowska, die Vorsitzende des DFK Gleiwitz, an mit der Frage, ob sie uns während ihres Ausflugs nach Masuren besuchen könnten. Ich habe sofort zugestimmt. Am 10. Mai besuchte uns eine 45-köpfige Gruppe. Wir zeigten ihnen unseren Sitz in der früheren Freimaurer-Loge, die ihnen sehr gefiel. Wir zeigten ihnen die Stadt, brachten ihnen ihre Geschichte näher, und danach trafen wir uns beim Grill. Wir erzählten ihnen von unserer Gesellschaft, und sie uns über ihre. Sie sind mehr, sie sind auf dem Gebiet einer Stadt tätig, also ist ihre Organisation aktiv. Es war sehr sympathisch, herzlich und nett, versichert Zofia Lachowska, die Vorsitzende der Organisation in Rastenburg.

Am Ende luden die Gäste die Rastenburger zu sich nach Gleiwitz ein. Die Einladung wurde mit Freude angenommen, aber die Vorsitzende weiß nicht, ob es ihnen gelingen wird, sie zu nutzen. Warum?

– Von Gleiwitz nach Rastenburg sind es über 500 Kilometer. Das ist weit. Für so einen Ausflug müssten wir eine finanzielle Unterstützung gewinnen, und ich bin mir nicht sicher, ob wir – selbst mit finanzieller Unterstützung – Interessenten für so einen Ausflug finden würden. Unser Leute sind schon alt und ich weiß nicht, ob sie sich für eine solche ermüdende Reise entscheiden würden. Aber schauen wir mal, verliert die Vorsitzende nicht die Hoffnung.