Ein Pädagoge ersetzte die Managerin
Die Kulturverein der Deutschen „Heimat“ in Ortelsburg hat seit dem 15. März einen neuen Vorstand. An seiner Spitze steht erneut Paweł Samsel.
Nach vier Jahren als Vorsitzende beschloss Monika Krzenzek, sich nicht mehr für den Sessel des Chefs der Organisation zu bewerben.
– Ich arbeite in Allenstein, ich wohne in Bischofsburg, ich habe wenig Zeit, und eine Vorsitzende sollte vor Ort erreichbar sein, erklärt Monika, die von der Ausbildung her Managerin ist, die Gründe für ihre Entscheidung.
Die Gesellschaft wählte daher einen neuen Vorstand, an dessen Spitze Paweł Samsel steht, der seit der Entstehung des Vereins Mitglied von „Heimat“ ist. Schon einmal vor einigen Jahren leitete er ihn für eine Kadenz. Außer ihm kamen noch Małgorzata Puschwald als Vizevorsitzende, Monika Krzenzek als Schatzmeisterin, Natalia Zalewskaals Sekretärin und Helena Samsel (die Mutter des Vorsitzenden) als Mitglied in den Vorstand.
Der neue Vorstand hat noch keine wesentlichen Aktivitäten unternommen.
– Wir heben erst den Eintrag der Änderungen beim Landesgerichtsregister erledigt. Wir treffen uns Anfang April, um einen Aktionsplan für dieses Jahr aufzustellen und die Richtungen für die nächsten Jahre festzulegen. Sicher werden wir das Angebot des Deutschunterrichts fortsetzen oder erweitern, denn dafür haben die Mitglieder Bedarf angemeldet. Ich würde mir noch überlegen, wie ich den Kreis der aktiven Mitglieder erweitern kann, auf die man immer zählen kann, sagt Paweł Samsel.
Der neue Vorsitzende wohnt in Ortelsburg. Er ist 47 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 19 und 13 Jahren. Er ist Absolvent der Pädagogik mit Spezialisierung Resozialisierung, führt aber im Moment eine eigene Installationsfirma für elektrische Dienstleistungen. In seiner Freizeit angelt er an den masurischen Seen.
Der Kulturverein der Deutschen „Heimat“ in Orteslburg wurde im Jahr 1991 registriert. Seit seiner Entstehung gehört er zum Verband der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren. Am Anfang zählte er über 600 Personen, heute etwa 300.
