Rastenburg – Veranstaltungsübersicht

Rastenburg – Veranstaltungsübersicht

Neue Energie im neuen Sitz

Die zweite Jahreshälfte in der Organisation Kętrzyn war voller interessanter Ereignisse. Nach dem Umzug in die Freimaurerloge wurde der Verein von existenziellen Problemen überwältigt und … breitet seine Flügel aus.

Seit August hat in der Rastenburger Organisation vieles zu geschehen begonnen. In diesem Monat verlieh der Stadtrat von Rastenburg Frank Krawolitzki die Ehrenbürgerschaft der Stadt. Frank wurde 1933 in Rastenburg geboren und wohnte dort bis Januar 1945, wonach er wie viele andere Rastenburger vor der Roten Armee fliehen musste. Im Gegensatz zu vielen anderen hat er jedoch seine Heimatstadt nicht vergessen. Nach den Änderungen in Polen knüpfte er Kontakte mit der deutschen Gesellschaft in Rastenburg und widmete danach viel Zeit und Energie, um die deutsch-polnische  Zusammenarbeit zu pflegen und zu entwickeln. Und das erfolgreich. Die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt ist eine Folge von Bemühungen u.a. der deutschen Gesellschaft in Rastenburg.

Frank, der zur Feierlichkeit mit seiner Frau gekommen war, nahm anschließen an einem Projekt der Gesellschaft, einem Ausflug nach Lötzen und Nikolajken, teil. Eine ihrer Attraktionen war eine Schiffsfahrt auf den masurischen Seen. Ziel war es jedoch, den Teilnehmern die Geschichte und die Bauwerke Masurens näherzubringen.

Noch im selben Monat machten sich die Mitglieder der Organisation auf einen zweiten Ausflug, die Besichtigung der Bunker in Mauerwald, in denen sich die Oberste Leitung der Wehrmacht befand. Dort befinden sich 30 hervorragend erhaltene deutschen Bunker, darunter ein unterirdischer Tunnel. Das war ebenfalls eine interessante Geschichtsstunde. 

Kurz danach war in Rastenburg eine zahlenstarke Delegation der Kreisgemeinschaft Rastenburg aus Deutschland mit Hubertus Hilgendorff an der Spitze zu Gast. Die Landsleute aus Deutschland brachten die Bruderhilfe und trafen sich mit den Rastenburgern, und besichtigten danach die Region.  

Vor dem Tag der Toten säuberten die Mitglieder der Gesellschaft wie jedes Jahr den Rastenburger Friedhof. An dieser Aktion nahmen nicht nur Erwachsene teil, sondern zu ihr kamen auch sehr viele Kinder und Jugendliche. Es wurden hauptsächlich Gräber ohne die Pflege anderer Menschen gesäubert, darunter das Grab von Professor Ludwig Diehl beim Städtischen Krankenhaus, dem für die Stadt verdienten Direktor des Krankenhauses.  

Wir bringen dadurch unseren Kindern bei, Gräber zu pflegen, sich an die zu erinnern, die vor ihnen die Stadt geschaffen haben. Bei dieser Gelegenheit lehren wir sie ein weiteres Mal die Geschichte, sagt Zofia Lachowska, die Vorsitzende. 

Anfang Dezember fanden in der Gesellschaft Wahlen statt. Interessierte an der Übernahme der Leitung gab es nicht. Daher änderte sich nicht viel an der Zusammensetzung des Vorstands. Vorsitzende blieb Zofia Lachowska, Stellvertreterin Patrycja Stefańska, Sekretär Artur Lachowski. Eine Änderung gab es nur auf dem Posten des Schatzmeisters. Diese Funktion übernahm Anna Prusik.

Einige Tage später versammelten sich die Mitglieder der Gesellschaft wie jedes Jahr zum Adventstreffen, das in netter Atmosphäre verlief. Nach dem Singen von Weihnachtsliedern und gemeinsamem Feiern, wünschten sich die Teilnehmer schöne weihnachtliche Festtage.