Osterode – Sommerwerkstatt

Osterode – Sommerwerkstatt

Ferien mit Attraktionen und Deutsch

Es ist schwer, alle Attraktionen aufzuzählen, die die Kinder während der Sommerwerkstatt in Osterode hatten. Zu diesen Attraktionen zählte auch … Deutschunterricht und das sogar, obwohl er in den Ferien stattfand. 

Die Sommerwerkstatt für Kinder der deutschen Minderheit fand in diesem Jahr wie gewöhnlich in Osterode statt, vom 24. Juli bis zum 3. August. An ihr nahmen 20 Kinder im Alter von 9-12 Jahren teil, Mitglieder der deutschen Gesellschaften in Bartenstein, Allenstein, Landsberg, Elbing, Neidenburg und Mohrungen.

Wie immer wurden die Kinder im Spezial-Schul- und Erziehungszentrum untergebracht, wo sie sehr gute Bedingungen haben. Sie waren vor allem in Vier-Personen-Zimmern einquartiert, ein Saal war für fünf Personen. Zur Verfügung hatten sie Bäder, einen Aufenthaltsraum, eine Mensa und eine  großen Hof mit Spielplatz. Das Internat liegt im Zentrum von Osterode, also hatten sie es überallhin nah.  

Welche Attraktionen warteten nun auf die Kinder? Die Besichtigung von Osterode, Strandbesuch am See und Bad im Schwimmbad, eine Schifffahrt auf dem Drewenz-See, die Besichtigung der Burg von Osterode, Go-Kart-Fahren im Collis-Park, Grillen, einen Ausflug nach Danzig, durch dessen Altstadt Henryk Hoch selbst führte, der Vorsitzende des Verbands der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren sowie der deutschen Gesellschaft „Tannen“ in Osterode, und einen Ausflug nach Grunwald. dem Ganzen sind noch Diskotheken und Wettbewerbe hinzuzufügen. Der Hit der Werkstatt in diesem Jahr war der Wettbewerb des deutschen Liedes. 

Beinahe nicht zu fassen, dass es den Betreuerinnen Beata Serek und Wiktoria Jankowska gelang, das alles in zehn Tage unterzubringen. 

Aber nicht nur von angenehmen Dingen allein lebten die Kinder diese zehn Tage lang. Sie hatte auch täglich zwei Stunden Deutschunterricht im nahe gelegenen Deutschen Haus, dem Sitz der Osteroder Gesellschaft der deutschen Minderheit „Tannen“. Den Unterricht führten Anna Laskowska, früher Czajkowska, Mitglied der „Tannen“ und Sebastian Jabłoński, der Vorsitzende der Gesellschaft „Bärentatze“ in Sensburg. 

Zu ihren Pflichten gehörte auch noch das Aufräumen der Zimmer. Außerdem durften sie ihre Telefonen nur drei Mal täglich jeweils eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten benutzen. Beide Erzieherinnen lobten die Kinder für die erstaunliche, wie sie sagen, Disziplin und Artigkeit. 

Es bat auch niemand seine oder ihre Eltern, sie nach Hause zu holen. Das ist das beste Zeichen, dass es den Kindern gut ging. 

Und was sagen sie selbst über die Werkstatt?

Oliwer Reguła aus Neidenburg. 

– Ich bin hier schon das dritte Mal. Meine Mama hat mich angemeldet, aber ich wollte auch selber, denn hier ist es fein, und es kamen ein paar Kollegen, die ich im letzten Jahr kennengelernt habe. Ich habe auch neue kennengelernt, also stört es mich gar nicht, dass es wieder Osterode ist, bekennt er. 

Amelka Falk aus Mohrungen war das erste Mal auf der Werkstatt. 

– Das ist mein erstes Mal ohne Eltern. Davor war ich nur bei meiner Kusine Karolina. Jetzt bin ich auch mit ihr hier. Am Anfang habe ich ein wenig geweint und wollte zu meiner Mama, aber ich habe mich schon eingewöhnt. Am besten hat es mir am Meer und bei McDonalds gefallen, und, dass ich im Wasser spielen konnte, versichert sie. 

Mateusz Kwaśniewski aus Maldeuten war früher auf einem Pfadfinderlager in Nickelswalde und hat daher einen Vergleich. 

– Dort war es schöner, denn ich hatte mehr Kollegen, aber schlechter, denn wir mussten zu Fuß zu verschiedenen Orten gehen, und hier gibt es mehr feine Spiele. 

Mögen seine Eltern entscheiden, ob das eine positive oder eine negative Meinung war. 

Alle Kinder urteilten jedoch übereinstimmend, dass ihnen der Deutschunterricht in den Ferien nicht den Aufenthalt in Osterode verdorben habe. Ganz im Gegenteil, denn diese zwei Stunden lang unterhielten sie sich gut auf Deutsch und es war schön. 

Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums des Inneren und der Verwaltung und mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern und für Heimat durch den Verband der deutschen sozial kulturellen Gesellschaften in Polen finanziert”