Johannisburg – „Rosch“ mit neuem Vorstand

Johannisburg – „Rosch“ mit neuem Vorstand

Wir haben ein gemeinsames Ziel 

Ein neuer Vorsitzender und ein deutlich veränderter Vorstand – das ist das Ergebnis der letzten Mitgliederversammlung des Johannisburger deutschen Gesellschaft von Stadt und Kreis Johannisburg „Rosch“.

Nach 20 Jahren als Vorsitzender von „Rosch“ sagte der 85-jährige Dietmar Leymanczyk schließlich: es reicht, es ist Zeit für einen Wechsel. Doch „es reicht“ zu sagen, ist keine einfache Sache. In  den Gesellschaften der deutschen Minderheit strebt nämlich niemand nach der Leitung, denn Leitung bedeutet Verantwortung und mehr Arbeit. Bei „Rosch“ entschied sich Mieczykowy Kopańczyk aus Arys dafür, die Funktion von Dietmar Leymanczyk zu übernehmen. Er war der einzige Kandidat für den Vorsitz.

Auf der Mitgliederversammlung am 29. August wurde ein neuer achtköpfiger Vorstand gewählt. Aus dem bisherigen Vorstand blieben darin nur drei Mitglieder übrig, darunter Dietmar Leymanczyk. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern aus Arys, dreien aus Johannisburg und zweien aus Rudczanny. Damit verfügen die wichtigsten Städte im Tätigkeitsbereich von „Rosch“ über eigene Vertreter.

Der neue Vorsitzende ist 70 Jahre alt. Er ist im Ruhestand, betrieb aber zuvor einen eigenen Bauernhof. Zunächst züchtete er Milchkühe und zuletzt die Zucht von kaltblütigen Pferden. Er ist verheiratet und hat vier Kinder, darunter drei Töchter und einen Sohn. Zwei Töchter haben eigene Bauernhöfe.

– Wir haben noch keinen Aktionsplan entwickelt, sind uns aber in einem Punkt einig: wir wollen unsere Gesellschaft wiederbeleben, damit in ihr mehr geschieht, sagt der neue Vorsitzende.

Die Gesellschaft „Rosch“ hat zur Zeit 95 Mitglieder. Der aktuelle Vorsitzende ist der dritte Chef.Der erste war Mira Kreska, gleichzeitig die Gründerin des Vereins, und der zweite Dietmar Leymanczyk. „Rosch“ pflegt Friedhöfe, Gedenksteine und eine Kapelle in Johannisburg,  Masten, Gehsen und Beltzunzen. Viele Jahre betreute sie die Johanniter-Sozialstation in Johannisburg, führte Sprachkurse durch und initiierte die Städtepartnerschaft Johannisburg – Schleswig-Flensburg. Mehrere Jahre lang leitete sie einen Jugendaustausch, dank dem u.a. pro Jahr zwei Schüler aus Johannisburg zu einem Jahresstipendium nach Schleswig-Flensburg fuhren. Außerdem vermittelte er Kontakte zwischen Feuerwehrleuten und Rentnern beider Städte.