Zu Besuch bei den Hochmeistern
Obwohl sie an den großen masurischen Seen wohnen und im Leben viel Wasser gesehen haben, haben dennoch viele von ihnen noch nicht das richtige Meer gesehen. Und deswegen machten sie sich endlich auf einen Ausflug zu ihm.
Die Gesellschaft der deutschen Minderheit „Rosch“ in Johannisburg machte sich am 18. September auf einen Einfluss ans Meer. An Bord des Autobusses gingen 25 Mitglieder der Organisation. Zuerst begaben sie sich nach Danzig, wo sie getreu den touristischen Pflichten die Altstadt und den Neptunbrunnen besichtigten. Aus Danzig fuhren sie anschließend nach Gdingen, wo sie unter anderem im Ozeanarium vorbeischauten. Hier konnten sie sich am Meer und dem Meeresufer sattsehen.
Nach einer Übernachtung entfernten sie sich am nächsten Tag vom Meer, aber nicht weit – nach Marienburg. Die Besichtigung dieser größten Burg in Polen und wahrscheinlich in Europa nahm einige Stunden in Anspruch. Die Burg machte auf alle großen Eindruck, um so mehr, als der Deutsche Orden sie schließlich von Ende des 13. bis Mitte des 15. Jahrhunderts gebaut hatte und nicht über die Technik verfügte, wie wir heute. Die Teilnehmer des Ausflugs sprachen auf dem Heimweg also noch lange von ihren Eindrücken. Und da das Wetter ihnen zu Diensten war, rechneten sie den Ausflug zu den besonders gelungenen, versicherte Ditmar Leymańczyk, der Vorsitzende von „Rosch“.
