Das gab es noch nie: eine Wasser-Schlittenfahrt
Eine Wasser-Schlittenfahrt und Wettkämpfe im nach der Renovierung neu eröffneten Stadtstadion in Mrągowo. Solche Attraktionen erlebten unter anderem die Teilnehmer der 12. Sommerolympiade der deutschen Jugend, die vom 29. bis 31. Mai in Sensburg stattfand.
An der Olympiade nahmen 32 junge Teilnehmer im Alter von 11 bis 18 Jahren teil, die deutsche Vereine aus Mrągowo, Olsztyn, Bartoszyce, Górowo und Jeziorany vertraten. Der Ablauf der Olympiade ist seit Jahren derselbe, aber jedes Mal gibt es etwas Neues zu erleben. Am Freitagnachmittag lernten die Jugendlichen auf dem Gelände des Sportvereins „Baza Mrągowo“ das Binden von Segelknoten und fuhren auf dem Czos-See mit Optimist-Booten, die in einer Reihe von einem Motorboot gezogen wurden. So eine Wasserfahrt erlebten alle zum ersten Mal in ihrem Leben. Den Abend verbrachten die Jugendlichen ebenfalls auf dem Gelände der „Baza“ bei einem Integrationslagerfeuer, an dem sie sich Würstchen grillten. An dem Lagerfeuer nahmen auch Mitglieder der „Niedźwiedzia łapa“ teil.
Am nächsten Tag begannen vor dem Mittagessen die sportlichen Wettkämpfe, nämlich ein Dreikampf bestehend aus einem 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Medizinballwerfen. Zusätzlich gab es noch einen „Umschlaglauf“. Diese Wettkämpfe fanden auf dem am 18. April nach der Renovierung wiedereröffneten städtischen Stadion in Mrągowo statt. Noch hatten nicht einmal alle Einwohner von Mrągowo es gesehen, doch unsere Jugendlichen hatten bereits die Gelegenheit, auf einer Anlage anzutreten, die echten olympischen Standard erfüllt. In der Sporthalle des Schulkomplexes Nr. 2 spielten Interessierte Volleyball und Badminton.
Die Sportwettkämpfe wurden von den Sportlehrern aus Sensburg– Irena Węglewska und Tomasz Szawkowski – geleitet. Nach dem Mittagessen nahm Sebastian Jabłoński – Vorstandsmitglied von „Niedźwiedzia łapa“ – die ganze Gruppe mit auf einen Rundgang durch Mrągowo. Er zeigte ihnen die Stadt und erzählte viel über deren Geschichte und die Geschichte Ostpreußens. Nicht ohne Grund.
Am nächsten Tag lösten die Jugendlichen nach dem Frühstück ein Quiz über die Stadt und die Region. Das Wissen vom Vortag kam ihnen dabei sehr zugute. Anschließend wurden die Pokale für die Teilnahme sowie die Preise für die sportlichen Leistungen und die Quizergebnisse überreicht. Die Zeit des Abschieds kam schnell, aber die Jugendlichen wollten noch nicht nach Hause zurückkehren.
Für viele Teilnehmer war es bereits die nächste Olympiade, und das beweist, dass diejenigen, denen der Aufenthalt in Mrągowo gefallen hat, nächstes Jahr wieder an der Olympiade teilnehmen können. Wer weiß – vielleicht wieder in Mrągowo…
„Wenn die Jugendlichen das wollen – sind wir bereit“, erklärt Sebastian Jabłoński
Die Veranstaltung wurde vom Verband der deutschen Vereine in Ermland und Masuren und dem Verein der deutschen Minderheit „Niedźwiedzią łapa“ in Mrągowo organisiert und aus Mitteln des Ministeriums für Inneres und Verwaltung, der Selbstverwaltung der Woiwodschaft Ermland-Masuren sowie der Gemeinschaft ehemaliger Bewohner Ostpreußens kofinanziert.
