Eine Tafel erinnert an die, die von uns gegangen sind
Die Mitglieder der Gesellschaft der deutschen Minderheit in Bartenstein widmeten der Pflege der Friedhöfe vor Allerseelen zwei Tage. In der Summe jedoch kümmern sie sich das ganze Jahr um sie.
Ordnung auf dem Friedhof in Maxkeim und auf dem nicht mehr in Betrieb befindlichen Friedhof im Zentrum Bartensteins machten die Mitglieder der deutschen Minderheit in Bartenstein am 25. Oktober. Am nächsten Tag versammelten sie sich im Sitz der Organisation und fertigten gemeinsam Kränze an, die sie noch am nächsten Tag auf die gesäuberten Gräber legten. Der nicht mehr in Betrieb befindliche Friedhof in Bartenstein ist zum Teil ein städtischer Park, aber es befinden sich auf ihm eine Kreuz und eine Tafel, die an diesen Ort erinnert. Unter ihnen entzündeten die Bartensteiner Grabkerzen.
Um den Friedhof in Maxkeim im Kreis Bartenstein kümmern sie sich schon seit einigen Jahren. Das ist ein besonderer Ort. Im Jahr 1945 und Anfang 1946 befand sich im Gutshof in Maxkeim ein Feldlazarett, das aus Bartenstein wegen der Zerstörung des Gebäudes evakuiert worden war. In ihm wurden Typhuskranke geheilt. Wie viele, ist nicht bekannt. Es starben sehr viele, etwa 600. Das Lazarett leitete Dr. Foethke, von Abstammung Kaschube, der auch an Flecktyphus starb. Alle Verstorbenen wurden in Maxkeim bestattet. Der Ort ihres Begräbnisses wurde jedoch mit der Zeit verwahrlost und vergessen. Vor einigen Jahren brachte die Gesellschaft im Einvernehmen mit den Einwohner von Maxkeim diesen verwahrlosten Friedhof in Ordnung und kümmert sich seither gemeinsam mit ihnen darum. Im Jahr 2020 setzte sie auf ihm Thujen.
– Ihren Kauf finanzierte die Kreisgemeinschaft Bartenstein. In diesem Jahr hat die ganze Saison über Jarosław Radziulewicz auf diesem Friedhof Gras gemäht, der diese Aufgabe ehrenamtlich übernommen hat, sagt Danuta Kanclerz, die Vorsitzende der Gesellschaft der deutschen Minderheit in Bartenstein.
