Newsletter des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen – Dezember 2021

Newsletter des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen – Dezember 2021

Liebe Mitglieder und Freunde des VdG,

unter den Beiträgen, die wir im Dezember zusammengestellt haben, ist für uns der letztens im polnischen Parlament abgestimmter Änderungsantrag zur Kürzung der Mittel für den Unterricht der Minderheitensprachen das Leitthema. Diesem sind auch die meisten Artikel gewidmet, die wir Ihnen diesmal empfehlen:

Abgeordneter Ryszard Galla: „Verstoß gegen Bestimmungen“

„Eine Kürzung der Finanzierung des Erlernens von Deutsch als Minderheitensprache um 39 Mio. PLN im Jahr 2022 stellt einen Verstoß gegen die vom polnischen Parlament festgelegten Bestimmungen dar (…). Dieser Änderungsantrag zielt in erster Linie darauf ab, eine bestimmte nationale Minderheit zu bestrafen.“ Unmittelbar nach der Abstimmung im Sejm äußerten sich dazu Abgeordneter der deutschen Minderheit Ryszard Galla und die Minderheitenseite der Gemeinsamen Kommission der Regierung und der Nationalen und Ethnischen Minderheiten.

Polonia in Deutschland: „Keine Unterstützung auf Kosten der anderen“

Auch die Polonia in Deutschland äußerte ihre Stellung: „Wir sind damit nicht einverstanden, die für uns angeblich vorteilhaften Lösungen umzusetzen, denen weder die Besprechung der aktuellen Bedürfnisse der polnischen Gemeinschaft noch die Kenntnis deren komplexer Situation vorausgehen. (…) Wir wollen und zuallererst brauchen wir keine Unterstützung auf Kosten der Marginalisierung anderer.“

SPD: „Wir stehen an der Seite der deutschen Minderheit“

„Lassen Sie mich (…) betonen, dass uns die Aktivitäten bestimmter Abgeordneter im Sejm gegen eine angemessene Förderung der deutschen Minderheit in Polen mit großer Sorge erfüllen. Seien Sie deshalb versichert, dass wir hier an der Seite der deutschen Minderheit in Polen stehen“, versicherte uns im Namen des Bundesvorstandes der SPD- Partei Abgeordneter Dietmar Nietan.

Prof. Dr. Bernd Fabritius: „Es ist inakzeptabel“

Prof. Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten: „Inakzeptabel ist (…), dass Polen durch diese Entscheidung eigene Staatsbürger diskriminiert und benachteiligt, um außenpolitische Ziele für andere Personengruppen mit Druck zu versehen. Unzutreffend ist darüber hinaus, dass es in Deutschland ein Angebotsdefizit für Polnischunterricht für die in Deutschland zugewanderten Polen geben soll“.

Gemeinsame Stimme zum Deutschunterricht

„Der Wegfall dieser Subvention würde dazu führen, dass unsere Kinder aus ihren Gemeinden entwurzelt werden würden und zu großen Schulen pendeln müssten. Die Lehrer müssten sich dann einen neuen Arbeitsplatz suchen. Dies würde einen großen Verlust für unsere Gemeinschaft darstellen“ – Vertreter der polnischen Gemeinschaft in Deutschland, der deutschen Minderheit in Polen und der Lehrer appellierten bei einer Pressekonferenz, keine deutsch-polnische Politik auf Kosten der Kinder und ihrer Bildung zu betreiben.

Die Abgeordneten des Sejmik: Diese Änderung schadet den Haushalten

„Diese Änderung (…) schadet nicht nur polnischen Bürgern, die nationalen und ethnischen Minderheiten angehören, sondern vor allem den Haushalten der lokalen Regierungen (…). Wir fordern den Minister für Bildung und Wissenschaft dazu auf, die Auswirkungen dieser Änderung erneut zu prüfen“ – mit diesen Worten appellierte gegen die Änderung auch der Sejmik der Woiwodschaft.

Unterschreiben Sie die Petition!

Die Akademiker, die Vertreter der Wirtschaft und die Lehrer haben Petitionen eingereicht. Stimmen Sie diesen Appellen zu? Schließen Sie sich denen an und teilen Sie diese weiter!

Darüber hinaus:

✓ „Freundschaftsbesuch“ – zur Antrittsreise der neuen Spitzenpolitiker Deutschlands nach Polen

✓ „30 Jahre der Stiftung für die Entwicklung Schlesiens – kreativ, mutig, zeitgemäß“

✓ Die DSKG in Liegnitz feierte 30 Jahre ihres Bestehens

✓ Fotowettbewerb „Das schöne Schlesien und seine deutsche Vergangenheit“: Preisträger

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