Renovierung in der „Bärentatze“

Renovierung in der „Bärentatze“

Fliesen begannen zu reißen

Eines Tages, ohne Erdbeben, Sturm oder eine plötzliche Überschwemmung, begannen die Bodenfliesen in einem der Räume der deutschen Gesellschaft „Bärentatze“ in Sensburg zu reißen und sich zu heben. Es war auch keine übernatürliche Kraft im Spiel.Die Kraft war jedoch so groß, dass ein auf ihnen stehender Tisch in die Höhe gehoben wurde.

Die Folge war, dass der Boden in einem großen Teil des Raumes beweglich wurde und eine Renovierung erforderlich machte. Wahrscheinlich hat sich das Gebäude etwas gesetzt, wodurch sich ein Teil des Bodens leicht absenkte und die Fliesen nachgaben.

– Wir beschlossen, die Renovierung selbst durchzuführen, da wir uns keine Firma leisten können. Für den Anfang erhielten wir 2.000 Złoty vom Verband der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in Polen. Wir beschlossen, dieses Geld für Baumaterialien zu verwenden, sagt Przemysław Mohr, der Vorsitzende der „Bärentatze“.

In der zweiten Augusthälfte begann die Gesellschaft mit den ersten Arbeiten. Zunächst musste alles aus dem Raum entfernt und anderswo verstaut werden. Und das war nicht wenig, denn zur Einrichtung des Raumes gehörten u.a. eine ziemlich große Büchersammlung, ein großer Tisch und ein großes Ecksofa. Die unermüdliche Elżbieta Jankowska leitete den Umzug all dieser Dinge. Und es gab jemanden zu kommandieren, denn zur Aktion kamen fast 20 Personen.

Für die nächste Aktion beauftragte der Vorsitzende vier Männer, denn mehr waren nicht notwendig. Sie entfernten die Reste der Fliesen von Fußboden und Wand, da die Fliesen an der Wand bis zu zwei Metern Höhe angeklebt waren.

Jetzt ist der Raum leer und für die nächste Arbeitsphase vorbereitet. Es wird jedoch nicht einfach eine Reparatur dessen, was die Naturgewalten zerstört haben. 

– Wir teilen diesen Raum in zwei kleinere mit jeweils 15-17 Quadratmetern auf. Das werden zwei Schlafzimmer. Wozu brauchen wir Schlafzimmer? Für Gäste, denen wir Übernachtungsmöglichkeit bei uns anbieten. Wir werden zum Beispiel auch kleine Jugendgruppen aufnehmen können, und hoffen, so junge Menschen für uns gewinnen zu können“, erklärt der Vorsitzende.

Die Gesellschaft plant, die Renovierung im nächsten Jahr vor der Sommersaison abzuschließen.