Olsztyn – Adventstreffen des ZSNWiM

Olsztyn – Adventstreffen des ZSNWiM

Wird das Blau funktionieren?

Es war das dritte Adventstreffen des Verbandes  der deutschen Gesellschaft  Ermlands und Masurens, bei dem das Thema des Krieges in der Ukraine nicht zu übersehen war. Es fand jedoch in einem blauen Raum statt. Vielleicht bedeutet dies etwas für die deutsche Minderheit in der Region?

VDGEM lädt zu ihren Adventstreffen nicht nur Aktivisten aus ihren Mitgliedsvereinen, sondern auch Freunde und Kollegen ein. Es ist das einzige Treffen dieser Art, bei dem nichts arrangiert wird, sondern gemeinsam Weihnachtslieder gesungen werden, Erinnerungen an die Vergangenheit wachgerufen werden und man sich auf Weihnachten freut. Am diesjährigen Adventstreffen, das am 5. Dezember im „Dom Kopernika“ stattfand, nahmen auf polnischer Seite teil Jarosław Słoma – Vorsitzender des Ausschusses für nationale und ethnische Minderheiten der lokalen Versammlung, Teresa Astramowicz-Leyk – Ratsmitglied der lokalen Versammlung von Warmińsko-Mazurskie, Aneta Brzyska – Bevollmächtigte des Woiwodschaftsmarschalls für Minderheiten, und Aneta Łapińska – Inspektorin für Minderheiten des Woiwodschaftsbüros in Olsztyn. Ebenfalls anwesend war Wiktor Marek Leyk, der frühere Bevollmächtigte des Marschalls für Minderheiten, der in diesem Jahr nach 30 Jahren in diesem Amt in den Ruhestand ging. Ebenfalls anwesend waren Piotr Dukat – Vorsitzender des Vereins der deutschen Minderheiten in Olsztyn – und Dawid Kazanski – ein Mitarbeiter seines Büros.

Über die Symbolik des Advents sprachen sowohl der Gastgeber des Treffens, Henryk Hoch, Vorsitzender des ZSNWiM, sowie Pfarrer Kanonikus Andrè Schmeier, der katholische Seelsorger der deutschen Minderheit in der Region. Alle Gäste überbrachten Grüße und Wünsche für ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr. In ihren Reden kam die Sorge um die Zukunft Europas in einer Zeit aggressiver russischer Politik zum Ausdruck, aber auch die Hoffnung, dass durch gegenseitigen Respekt und Zusammenarbeit zumindest der Frieden in unserem Land erhalten werden kann.

Das gemeinsame Singen von polnischen und deutschen Weihnachtsliedern wurde von zwei Künstlern initiiert: Anna Blaszczak, eine Pianistin, und Emilia Jakubowska, eine Sängerin.

Das Adventstreffen des ZSNWiM, das zuvor in einem Restaurant stattfand, fand diesmal im blauen Saal des „Dom Kopernika“ des Vereins der deutschen Minderheit in Olsztyn statt, der allerdings nicht zum VDGEM  gehört. Dies ist ein Zeichen für die Annäherung zwischen den beiden Organisationen. Blau wird mit Reife und Verantwortung sowie mit Weisheit und Wissen assoziiert. Es beeinflusst ein Gefühl der Einheit und bringt Harmonie. In Verbindung mit den guten Wünschen, die in diesem Raum zum Ausdruck kommen, wird vielleicht alles gut gehen.