Mohrungen – Werkstatt im Eiermalen und Auffrischen von Erinnerungen

Mohrungen – Werkstatt im Eiermalen und Auffrischen von Erinnerungen

Und an was wird sich unsere Jugend erinnern? 

Am Gründonnerstag sind die Vorbereitungen auf die Feiertage überall weit fortgeschritten. Die Gesellschaft der deutschen Minderheit „Herder“ in Mohrungen hat sich auch nicht ausgeruht. An diesem Tag fand die Werkstatt im Eiermalen statt. 

Jeder brachte ein Körbchen mit, und darin außer Eiern noch Gerichte, die in Bälde auf dem Festtagstisch erscheinen sollten, und Kuchen. Das gemeinsame Malen von Eiern nahm nicht besonders viel Zeit in Anspruch, dafür entschieden mehr die Gespräch darüber, wie eins Ostern gefeiert wurde und das Probieren dessen, was jeder mitgebracht hatte. Es ging mehr darum, sich mit Landsleuten zu treffen und gemeinsam etwas von diesem feiertäglichen Klima zu erfahren.    

– In meinem Elternhaus, und ich stamme von hinter Lötzen wurden die ganze Karwoche keine Eier gegessen. An Ostern war das Frühstück normal, feierlich war erst das Mittagessen und dabei musste es unbedingt gebratenen Schinken geben. Sehr wichtig waren auch Kartoffeln. Jeder bekam auf seinen Teller Eier. Man rollte sie später auf einer Wiese bergab. Es gewann der, dessen Ei weiter gerollt war. Als Kinder suchten wir auf dem Hof Eier vom Osterhasen, die die Eltern versteckt hatten. Am zweiten Feiertag gab es in unserem Dorf sowohl das Peitschen mit Weidenruten und das Begießen mit Wasser. Diesen Brauch haben wahrscheinlich die Polen mitgebracht, erinnert sich Urszula Mańka, die Vorsitzende von „Herder”.