Diese Kinder arbeiten wirklich schwer
Der Frühling ist für die Mitglieder der Regionaltanzgruppe „Saga“ aus Bartenstein immer eine arbeitsreiche Zeit. Diese Kinder arbeiten wirklich schwer. Und da sagt man, dass die heutige Jugend faul ist.
Er begann mit einem Auftritt beim 28. Treffen der Ostpreußen in Mecklenburg-Vorpommern in Anklam. Das war am 10. Mai und auf diesem Treffen versammelten sich über 700 Personen. Zum ersten Mal mit der Gruppe im Ausland waren Filip Ciekliński – der jüngste Tänzer, Lena Charkowska und Laura Koprowska. „Saga“ hatte dort zwei Auftritte mit jeweils vier Tänzen. Das ergab insgesamt 20 Minuten dauernden Tanzens, was eine bedeutende physische Anstrengung ist. Aber daran sind die jungen Tänzer gewöhnt.
Und sie gewöhnen sich daran unter anderem auf Tanzwerkstätten, die seit Jahren im Mai in Kahlberg stattfinden. Die diesjährige fand am Wochenende vom 16. bis zum 18. Mai statt. Momentan setzt sich die Gruppe aus 15 Personen zusammen, wovon die meisten neue Mitglieder sind. Sie lernten unter der aufmerksamen Aufsicht von Dorota Cieklińska, der Trainerin und Choreographin, zwei neue ostpreußische Volkstänze sowie eine Kombination aus drei Tänzen für die Nacht der Kupała in Bartenstein. Obwohl es kalt und regnerisch war, fanden die Jugendlichen doch einen Moment für eine Begegnung mit dem Meer.
Das Wetter war hingegen günstig am Wochenende vom 30. Mai bis zum 1. Juni, als die Sommerolympiade für die deutsche Jugend stattfand, an der Mitglieder von „Saga“ teilnahmen.
Am siebten Juni trat die Gruppe beim Familienpicknick des Betriebs für berufliche Weiterbildung in Bartenstein auf. Der nächste Tag, der achte Juni, war außergewöhnlich arbeitsreich. „Saga“ hatte an diesem Tag zwei Auftritte: auf dem Tag der nationalen Minderheiten der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit und auf dem 19. Rotary-Flugpicknick ebenfalls in Allenstein auf dem Flugplatz des Ermländisch-Masurischen Aeroklubs.
Und nach dem arbeitsreichen Frühling sommerliche Erholung?
– Nein. Am 20. Juni treten wir auf der Nacht der Kupała in Bartenstein auf, auf die wir uns in Kahlberg vorbereitet haben, am 21. Juni tanzen wir auf dem Sommerfest der deutschen Minderheit in Wuttrienen, und am 23. auf dem Folkfestival in Wilkassen, zählt Dorota Cieklińska auf.
Die Tanzwerkstatt von „Saga“ in Kahlberg finanzierte das deutsche Bundesministerium des Innern und für Heimat über den Verband der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in Polen.
Fotos: Waldemar Albowicz, Danuta Niewęgłowska
