Allenstein – Umzug des Verbandsbüros

Allenstein – Umzug des Verbandsbüros

Wieder unter einem Dach

Das Büro des Verbands der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren ist von der ulica Kopernika in die ulica Partyzantów 3 ins Haus Kopernikus umgezogen, das der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit gehört. Dort erhielt es einen Büroraum mit einer Fläche von 60 m² im zweiten Stock. Zum zweiten Mal. 

Der Umzug fand am 28. April statt. Durchgeführt hat ihn eine Firma, aber am Umzug nahm auch Henryk Hoch teil, der Vorsitzende des Verbands. Er beschränkte sich nicht nur auf das Beobachten und das Leiten der Aufgabe, sondern trug selber Geräte und Dokumente.

Warum zieht das Büro des Verbands in den Sitz der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit, die nicht zum Verband gehört? 

– Nachdem sich der Vorstand der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit geändert hatte, haben sich unsere Organisationen einander sehr angenähert und wir arbeiten in vielen Fragen zusammen. Das ist verständlich, denn wir realisieren dieselben Ziele. Eine solche, weitere Annäherung ist ein um vieles besserer Zustand als die frühere Separation. Zusammen sind wir stärker, erklärt Henryk Hoch, der Vorsitzende des Verbands.

Der Umzug in den von der AGDM gemieteten Raum hat auch ein finanzielle Dimension. Das Geld, das der Verband bisher dem Eigentümer des Büros in der ulica Kopernika gezahlt hat, stärkt jetzt die Kasse der AGDM. 

– Auf diese Weise hilft unser Verband ihr bei der Realisierung der statusmäßigen Aufgaben und beim Erhalt des nicht gerade kleinen Hauses Kopernikus, verstärkt also die deutsche Minderheit in Allenstein, und das ist unser gemeinsames übergeordnetes Ziel, unterstreicht Henryk Hoch.

Dazu, dass sich beide Organisationen unter einem Dach befinden sollten, ermunterten sie die Chefs des Verbands der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in Polen und die Landsmannschaft Ostpreußen in Hamburg. 

– Sie mussten uns nicht lange überreden, denn sowohl ich als auch Piotr Dukat, der Chef der AGDM, wissen beide hervorragend, dass das eine gute Lösung ist, sagt der Vorsitzende des Verbands. 

Bedeutet dieser Umzug, dass die AGDM dem Verband beitritt? 

– Wir sind umgezogen, ohne den Allensteinern Bedingungen zu stellen. Wir kümmern uns mit Verantwortung um das Wohl unserer gemeinsamen Angelegenheit, der Bewahrung unserer deutschen Identität und Erbe. Da auch der AGDM daran liegt und sie auch in diese Richtung aktiv ist, vermute ich, dass das passieren wird. Der Verband ist keine übergeordnete Führung der zu ihm gehörenden Gesellschaften. Seine Mitglieder haben in allem ihre volle Selbstständigkeit. Wenn also die AGDM dem Verband beitritt, verliert sie nichts. Sie gewinnt dafür die Unterstützung des gesamten Verbands und die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit den übrigen Gesellschaften. Ich weiß, dass der Vorstand der AGDM das hervorragend versteht, versichert Henryk Hoch.

Der VdGEM befand sich schon einmal unter einem Dach mit der AGDM im Haus Kopernikus. Infolge der Unmöglichkeit einer Zusammenarbeit mit dem früheren Vorstand der AGDM zog er von dort aus. Jetzt kehrte er nach Jahren dorthin zurück.