Die „Masuren“ geben nicht klein bei
Die „Masuren“ geben nicht klein bei. Nach der Überschwemmung des Büros und des Turms stehen sie langsam wieder auf den Beinen und versuchen das normale Funktionieren ihrer Organisation wiederherzustellen.
Die Katastrophe vom Februar hat, obwohl sie das Büro der Gesellschaft der deutschen Minderheit in Lyck schwer zerstört hatte, sie nicht vollständig ruiniert. Außerdem gaben die Mitglieder der „Masuren“ nicht klein bei und begannen umgehend nach dem Hochwasser für Ordnung zu sorgen. Deswegen konnte auch die früher für den 28. März geplante Werkstatt für Osterschmuck schon stattfinden.
Durchgeführt wurde sie von der plastischen Künstlerin Ewa Aleksandrowicz, die schon früher den Masuren beigebracht hat, wie man Grabschmuck für den 1. November und weihnachtlichen Tischschmuck anfertigt. Diesmal zeigte sie, wie man mit Hilfe von farbigen Styroporeiern, Körbchen aus Buchsbaumzweigen, künstlichen Narzissen und Palmkätzchen und anderen Zutaten Schmuckkörbchen für den Ostertisch macht. Zu diesem Unterricht kamen 15 Personen, darunter fünf Teenager, unter denen mit einer Kollegin auch eine Ukrainerin auftauchte.
Jede der Teilnehmerinnen machte unter der Aufsicht der Instruktorin ihr eigenes einzigartiges Körbchen und nahm es mit nach Hause. Aber die Veranstaltung beruhte nicht allein auf dem Schmücken des Körbchens.
– Es ging auch darum, sich zu treffen und zu unterhalten. Und das ist uns sehr gut gelungen, denn bei dieser Arbeit sprachen wir viel darüber, wie man sich in unseren Häusern auf die Feiertage vorbereitet hat. Es zeigte sich, dass die Jugendlichen sehr viel über dieses Thema weiß, was sehr aufbauend ist, versichert Brygida Denert, die Organisatorin der Werkstatt.
Ein weiterer zusätzlicher Wert war der Imbisse, den die Organisatorin zugesichert hat. Aber nicht nur zugesichert hat, denn sie briet noch für alle scharfe, überbackene Hühnerbrust. Eine weitere Überraschung bereitete ihnen Alicja Olechnowicz, die allen je ein Stück eigenhändig gemachte Wurst schenkte. Und wenn schon von angenehmen Dingen die Rede ist, so sollte noch erwähnt werden, dass die Jugendlichen darüber hinaus süße Andenken bekamen.
