Für diesen Ausflug haben sie solide gearbeitet
Von solchen Fahrten ins Ausland konnten Jugendliche einst nur träumen. Im 20. Jahr nach dem Beitritt Polens zu Europäischen Union sind solche Fahrten die beste Form der Vereinigung Europas.
Die Partnerschaft von Osterode und Osterode am Harz, von deren Namen unser Osterode seinen Namen bekam, besteht schon seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Eine ihrer Formen ist der Jugendaustausch. Dank dieser Partnerschaft fahren jedes Jahr junge Menschen vom Allgemeinbildenden Lyzeum in Osterode, das auch die Vorkriegstradition und die Geschichte dieser Schule (damals das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium) pflegt, auf Jugendaustausch nach Deutschland, zur Partnerschule, dem Tilman-Riemenschneider-Gymnasium.
Der diesjährige Ausflug fand Ende April statt. Die Osteroder Jugendlichen besichtigte auf dem Weg nach Osterode ziemlich ausführlich Berlin. In der Hauptstadt Deutschlands machten sie nämlich einen 13-Kilometer-Spaziergang. In den Tagen darauf trafen sich die jungen Osteroder mit ihren Altersgenossen vom Tilman-Riemenschneider-Gymnasium. Sie nahmen an Integrationsübungen teil, und besichtigten das Heimatmuseum Osterode, durch das sie Uwe Dempwolff führte, der Vizevorsitzende der Kreisgemeinschaft Osterode in Deutschland. Sie besichtigten auch die Partnerstadt Osterode. Sie bereiteten ebenfalls eine Präsentation über die wichtigsten Baudenkmäler des polnischen Osterode auf Polnisch und Deutsch vor, die sie anschließend gemeinsam präsentierten. Krönung des Aufenthaltes waren Spiele und Sportveranstaltungen.
Die Fahrt der Schüler des Osteroder Lyzeums nach Deutschland ist der Effekt der engen Zusammenarbeit dieser Schule mit der Kreisgemeinschaft Osterode in Deutschland sowie mit der Osteroder Gesellschaft der deutschen Minderheit „Tannen“. Auf diesen Ausflug konnte nicht jeder fahren, der wollte, nur die, die ihn sich verdienten. Das waren unter anderem die Gewinner des vorherigen (16.04.) jährlichen Wettbewerbs des Wissens über Deutschland. Am Wettbewerb nahmen 18 Schüler teil, und im Finale standen:
- Maciej Podgórski
- Matylda Pietrzak
- Zuzanna Machula
- Jakub Stanisławski
- Hanna Łukasiewicz
In der ersten Etappe lösten die Schüler einen Test, dessen Fragen due Geschichte, Geographie und Kultur Deutschlands betrafen. Eine weitere Etappe prüfte die kommunikative Fähigkeit in Situationen des täglichen Lebens. Mitglied der Jury war neben den Organisatorinnen Agnieszka Dota-Kubińska und Agnieszka Wrzesińska, den Germanistinnen des Lyzeums, Chantal Stannik vom Verband der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren. Die Sieger erhielten ein Taschengeld für die Fahrt nach Osterode, das die Kreisgemeinschaft Osterode sponsorte. Ehrengast des Wettbewerbs war Henryk Hoch, der Vorsitzende der Gesellschaft der deutschen Minderheit „Tannen“.
