Allenstein – Adventstreffen des VdGEM

Allenstein – Adventstreffen des VdGEM

Nichts wird festgelegt, nichts wird erledigt, nichts wird abgerechnet und nichts wird geplant, aber auch so lässt die Politik sogar in der Adventszeit von sich hören

Es ist das einzige Treffen im Jahr der Vertreter der im Verband der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren vereinigten Organisationen, bei dem nichts festgelegt, erledigt, abgerechnet oder geplant wird. 

Es geht selbstverständlich um das Adventstreffen. Es findet schon seit Jahren in Allenstein und immer zu Beginn des Advents statt. Wenn aber auf ihnen nicht erledigt wird, was macht man dann dort und wozu dienen sie? Sie dienen einfach der Begegnung, der Unterhaltung und der Freude darüber, dass Weihnachten näher kommt.

In diesem Advent fand dieses Treffen am 5. Dezember, in der ersten Adventswoche statt. In kleinem Kreis trafen sich die Vertreter der deutschen Gesellschaften, die zum Verband gehören, aber es war auch Sebastian Tobaj anwesend, Mitglied des Vorstands der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit, die nicht dem Verband angehört. Am gemeinsamen Tisch nahmen auch Aneta Brzyska, die Bevollmächtigte des Marschalls der Woiwodschaft für Minderheitenfragen, und Jarosław Słoma, Rat der Woiwodschaft und Vorsitzender der Kommission des Sejmik für Fragen der Minderheiten. Die Gäste dankten für die Einladung und überbrachten Weihnachts- und Neujahrsgrüße. Das tat auch Redakteur Uwe Hahnkamp, aber nicht als Journalist von Radio oder Presse, sondern als Vertreter der Landsmannschaft Ostpreußen in Allenstein, der er seit Sommer ist. 

Jarosław Słoma, der nicht nur Politiker ist, sondern von der Ausbildung Historiker, erinnerte alle daran, dass die Idee eines vereinten Europa im Kopf unseres Landsmanns von vor 250 Jahren, Immanuel Kant, entstanden ist, und wenn jemand einen Feind im vereinten Europa und nicht in Russland sieht, das alles daran setzt, um Europa zu zerschlagen, ist er ein Feind Europas und Polens. Nun, nicht einmal im Advent gibt es ein Entkommen von der Politik, denn es lässt sich nicht ignorieren, was in der Ukraine geschieht.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern und für Heimat durch den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen finanziert.