Heilsberg – Theater-Workshops

Heilsberg – Theater-Workshops

Sinnliche Makarena
Gehen, sich auf einen Stuhl setzen und aufstehen oder zur Begrüßung die Hand geben? Schließlich weiß jeder, wie man es macht, denn jeder hat es schon immer gemacht! Ja, aber nicht auf theatralische Art und Weise. Auf theatralische Weise – das muss man lernen.
Seit einigen Jahren gehören Theaterworkshops zum festen Bestandteil der Ferien der Mitglieder des Jugendtheaters „Spiegel“ des Vereins der deutschen Minderheit „Ermland“ in Lidzbark Warmiński. Seit einiger Zeit sind sie keine interne Veranstaltung mehr, da auch Jugendtheater aus Toszek in der Woiwodschaft Opole und aus Głogówek in der Woiwodschaft Schlesien daran teilnehmen. Warum sie? Denn die Mitglieder dieser drei Gruppen wurden einst durch das bundesweite Projekt „Jugendbox“ der Union der deutschen soziokulturellen Vereine in Opole zu Freunden.
In diesem Jahr fand der Workshop vom 1. bis 5. August statt, wobei die Gruppen aus Schlesien und Oppeln zwei Tage länger blieben, um Ermland und Masuren etwas mehr zu besuchen. Insgesamt nahmen 22 Teilnehmer im Alter von 13 bis 18 Jahren teil. Während dieser 5 Tage nahmen die Jugendlichen an 20 Stunden reiner Workshop-Aktivitäten teil. Darüber hinaus gab es auch Integrationsaktivitäten und Besichtigungen in Lidzbark und der Region.
Da Theater ein Gesamtkunstwerk ist, widmen sich die Lidzbark-Theaterworkshops jedes Mal einem anderen Thema. Das diesjährige Thema war Bewegung auf der Bühne. Der Unterricht wurde von Sylwia Jarzyńska geleitet, einer Theaterpädagogin, die eine eigene Theaterschule in Olsztyn und Ostróda betreibt.

  • Zunächst gab es ein Aufwärmtraining und verschiedene Dehnübungen. Wir haben verschiedene Muskeln gedehnt, und es war ziemlich schwierig und anstrengend. Am zweiten Tag hatten wir sogar Schmerzen in Muskeln, von denen wir nicht wussten, dass wir sie haben“, erinnert sich Jędrzej Matczak aus Lidzbark Warmiński, Mitglied des „Spiegel“-Theaters, der seit 2013 kein einziges Training verpasst hat.
    Der Theaterworkshop in Lidzbark Warmiński wurde vom deutschen Bundesministerium des Innern und das polnische Ministerium für Inneres und Verwaltung sowie der Verband der deutschen soziokulturellen Gesellschaften aus Opole finanziert.

Text – L. Kryszalowicz