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Johannisburg

ul. Dworcowa 13/104 Öffnungszeiten:
12-200 Pisz Di. 10.00 - 13.00 Uhr
tel. (087) 423 27 86 Fr. 10.00 - 13.00 Uhr
      


Gründung

    Die Gründung der deutschen Gesellschaft in Johannisburg war keine leichte Aufgabe. Die sechs Personen des Gründungskomitees (Mira Kreska, Herta Kadlubowska, Ursel Grabowksa, Irena Podsiad, Marita Telecka und Dietmar Leymanzik) gingen von Familie zu Familie und klärten darüber auf, dass sie einen Deutschen Verein gründen "wollten. Es musste Überzeugungsarbeit geleistet werden, denn viele Deutsche hatten Angst, sich als Deutsche zu bekennen. Am 5. März 1992 wurde der Deutsche Freundeskreis "Rösch" für Stadt und Kreis Johannisburg im Gericht Suwałki mit 29 Mitgliedern registriert.
    Schon am 24. Juni 1992 besuchte uns und die Stadtverwaltung in Pisz eine große Delegation des Patenkreises Schleswig-Flensburg und der Kreisgemeinschaft Johannisburg. Im Museum der Stadt Pisz wurde an diesem Tage eine von der Kreisgemeinschaft organisierte und finanzierte Ausstellung eröffnet "Menschen unterwegs. Beispiel Ostpreußen".
    Am 26. September 1992 wurde die erste Wahlversammlung im Kulturhaus der Stadt Pisz durchgeführt. Schon 156 Mitglieder und Gäste aus Deutschland nahmen daran teil.
    Die Gesellschaft "Rösch" war eine der Gründungsgesellschaften des Dach-verbandes VdV e.O.


Sitz

    Im ersten Jahr traf man sich noch in der Privatwohnung von Mira Kreska, dann mietete man drei Räume in der Nähe des Bahnhofs in Johannisburg. Ein Raum ist als Bibliothek eingerichtet mit Fernsehen, Video und Kasetten sowie guten Büchern. Ein weiterer Raum ist die Kleiderkammer, die durch liebe Freunde aus Deutschland gut versorgt wird. Der dritte: Raum ist ein Aufenthaltsraum.


Mitglieder

    Dem deutschen Verein Rösch in Johannisburg gehören derzeit 410 Mitglieder an. Die Mitgliederzahl, die auch schon fast 500 zählte, nimmt in den letzten Jahren wieder ab. Viele sind in den vergangenen Jahren verstorben oder ausgewandert.


Vorstand

    Den Vorstand bilden 8 Mitglieder, die für jeweils 4 Jahre gewählt werden.
 
Vorsitzende: Dietmar Leymanczyk

  1992 jetzt
I Vorsitzender: Mira Kreska Dietmar Leymanczyk
II Vorsitzender: Herta Kadłubowska Mariola Lewińska-Litwin
III Vorsitzender:    
Sekretär: Wiesława Gajda Danuta Siwik
Schatzmeister: Ursel Grabowska Irena Stankiewicz


Leben der Gesellschaft und Zusammenarbeit

    Der Vorstand trifft sich jeden Monat. Die ganze deutsche Gesellschaft trifft sich einmal im Jahr mit allen Mitgliedern. Das Treffen findet mit Gottesdienst, Kaffeetrinken, Lagerfeuer und Musik im Freien am Roschsee statt.
    Einmal in der Adventszeit organisiert die Gesellschaft ein großes Seniorentreffen mit Kaffee und Kuchen und schöne Weihnachtsgeschenke für alle. Für die Kinder wird jedes Jahr zur Weihnachtszeit ein schönes Weihnachtsfest vorbereitet, mit einem Weihnachtsmann, Gedichten, Lieder, Bunten Tüten und Spielsachen.
    Zu allen Veranstaltungen werden die Teilnehmer mit Bussen gebracht, um auch Mitgliedern aus weitabgelegenen Ortschaften, die Teilnahme zu ermöglichen. Alle unsere Vorhaben werden von der Kreisgemeinschaft und dem Kreis Schleswig-Flensburg unterstützt.
    Jedes Jahr wird am 13. November der Geburtstag der Sozialstation groß gefeiert, mit Ärzten die mit der Sozialstation zusammenarbeiten, mit dem Landrat, den Bürgermeistern der Städte, vielen Freunden der „Joha.nniter-Unfall-Hilfe aus Kiel und den Mitgliedern des DFKs Rösch.
    Seit 1994 arbeitet die Deutsche Gesellschaft mit dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge in Kassel und der Arbeitsgemeinschaft für die Kriegsgräberarbeit der Ostpreußischen Jugend in Kamen zusammen. Seit dieser Zeit nimmt die Jugend an vielen Internationalen Jugendlagern in Deutschland und Russland teil. Auch im Kreis Johannisburg wurden 4 internationale Jugendlager durchgeführt, bei denen die jungen Leute bei der Instandsetzung und Pflege auf den Soldatenfriedhöfen geholfen haben.
    Jedes Jahr nehmen 10 Jugendliche an internationalen Seminaren in Deutschland teil.
    Seit 1995 unterstützt das Rote Kreuz aus Deutschland das Krankenhaus in Johannisburg und bietet zweimal im Jahr Erste-Hilfe-Kurse für die Polizei, die Feuerwehr und die Mittelschulen an. Der Kontakt zwischen DRK und Stadt Pisz lief und läuft über die Deutsche Gesellschaft und stellt einen großen Verdienst der deutsche Gesellschaft dar.
    Der Vermittlung der deutschen Gesellschaft ist es ebenso zu verdanken, dass es eine regen Schüleraustausch mit Schulen in Bremerhaven gibt.

   
 Für all diese Aktivitäten stellt die Gesellschaft auch Dolmetscher zur Verfügung und begleitet Gruppen aus Deutschland. Der deutsche Freundeskreis "Rösch" ist auch im Besitz von Unterlagen über 166 Dörfern mit Skizzen und Namen der früheren Bewohner des Kreises. Menschen, die etwas über ihre Herkunft und Vorfahren erfahren wollen, können sich hier Informationen erfragen. Die Mitglieder der deutschen Gesellschaft fahren dann auch oft mit den Besuchern in die Orte und helfen als Dolmetscher.
    Jedes Jahr um die Weihnachtszeit werden die bedürftigen Mitglieder betreut. Eine Betreuungsgruppe der Kreisgemeinschaft Johannisburg reist an und bemüht sich persönlich jede bedürftige Familie in ihren Wohnungen zu besuchen. Alle werden mit einem schönen Geldgeschenk bedacht.
    Der deutsche Freundeskreis Rösch hat das Gefühl, dass er jetzt schon von der polnischen Bevölkerung akzeptiert, ja angesehen und geschätzt ist in Johannisburg. Er will sich weiterhin mit allen Kräften für die Völkerverständigung einsetzen.


Deutschunterricht

    In Johannisburg wird seit Bestehen der Gesellschaft auch Deutschunterricht angeboten. Unterstützung erhielt Johannisburg dabei durch den Seniorlehrer Helmut Chittke sowie von April bis September 1995 die Sprachassistentin Frau Auer. Seit dem Schuljahr 2000 wird am Gymnasium Nr. 2 in Johannisburg eine Mittelpunktschule mit erweiterten Deutschunterricht durch die Progammlehrerin Frau Lach eingerichtet.


Einrichtungen

    Die Kleiderkammer der Gesellschaft wird sehr stark von den Mitgliedern frequentiert, ebenso gibt es eine gute Bibliothek.