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Gdingen. 74. Jahrestag der größten Katastrophe der Seefahrt

Michał
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 Die Tragödie der „Titanic“ erscheint gegenüber dieser Katastrophe klein, aber von ihr wissen alle. Die Tragödie der „Wilhelm Gustloff“ war die größte Katastrophe der Seefahrt in der Geschichte der Menschheit, aber an sie erinnern sie sich nur an der Ostsee und in Preußen. 

 Die Tragödie der „Titanic“ erscheint gegenüber dieser Katastrophe klein, aber von ihr wissen alle. Die Tragödie der „Wilhelm Gustloff“ war die größte Katastrophe der Seefahrt in der Geschichte der Menschheit, aber an sie erinnern sie sich nur an der Ostsee und in Preußen.

Die Versenkung der „Wilhelm Gustloff“ war die größte Katastrophe der Seefahrt in der Geschichte der Menschheit. Die Zahl der Opfer wird mit Abweichungen angegeben, von etwa 6.600 bis sogar zu 9.000 Personen. Gerettet wurden 1.215 Menschen. Eine von ihnen war Łucja Bagińska, ein vor einigen Jahren gestorbenes Mitglied des Bundes der deutschen Minderheit in Danzig.

Im Januar 1945 kam der Krieg nach Ostpreußen. Entsetzte und durchgefrorene Kolonnen von Flüchtlingen strömten nach Westen in Richtung der Häfen an der Ostsee. Das erste Opfer des Lebens brachten die Ostpreußen am Frischen Haff. Russische Flugzeuge machten Jagd auf sie, als sie sich auf dem Eis befanden. Die Menschen kamen um, ertranken auch im eisigen Wasser, weil das von Bomben durchlöcherte Eis unter ihnen einbrach.

Im Januar 1945 lagerten in Danzig und Gdingen mehrere Zehntausend Flüchtlinge aus Ostpreußen und ständig kamen neue. Am 30. Januar um 12.25 Uhr hoben die Matrosen des Fallreep und die „Wilhelm Gustloff“ legte von der Gdingener Kaimauer ab. In dieser Zeit befand sich in der südlichen Ostsee das russische U-Boot S-13 auf Kampfpatrouille. Sein Kommandeur, Kapitän Aleksandr Marinesko, suchte eine Gelegenheit, um sich wegen früherer Vergehen gegen die Armeedisziplin auszuzeichnen. Die riesige „Gustloff“ war ein leichtes Ziel. Etwa um 21.15 Uhr ungefähr auf der Höhe von Leba, schoss die S-13 Torpedos ab. Drei trafen das Ziel. Auf dem Schiff brach Panik aus. Um 22.18 Uhr versank der Rumpf in der Ostsee. Bei einer Lufttemperatur von -18°C und einer Wassertemperatur von 1-2°C starben die Menschen nach wenigen Minuten.

Das zweite Drama spielte sich am 10. Februar ab. Die von Kapitän Marinesko geführte S-13 versenkte die „Steuben“, ein anderes Schiff mit verletzten deutschen Soldaten und Flüchtlingen aus Ostpreußen und Pommern. Es kamen etwa 3.000 bis 4.500 Menschen um. Am 16. April 1945 versenkte der russische unterseeische Minenleger L-3 den Transporter „Goya“. Im eisigen Wasser kamen 6.000 Menschen ums Leben.

Im Jahr 1994 erkannte Polen die „Gustloff“ als Kriegsgrab an. In Verbindung damit ist Tauchen auf das Wrack und in einem Radius von 500 Metern darum herum verboten. Seit 1997 organisieren der Bund der deutschen Minderheit in Danzig sowie der Bund der Bevölkerung deutscher Herkunft in Gdingen jährliche Feiern in Gdingen. Im Jahr 2010 wurde eine Gedenktafel für die Opfer dieser Fahrt enthüllt.

- Die diesjährigen Feierlichkeiten zur Erinnerung an die Tragödien der „Wilhelm Gustloff“, der „Steuben“ und der „Goya“ finden am 6. April statt, wie immer in der Seefahrerkirche in Gdingen. Teilnehmen werden der evangelischen Bischof von Zoppot, die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig, Delegationen der deutschen Minderheit aus Ostpreußen, Westpreußen und Pommern, Gäste aus Deutschland, Oppeln, und der Gesellschaft für deutsch-polnische Freundschaft, Vertreter der Selbstverwaltungen sowie Einwohner der Dreistadt. Nach der heiligen Messe legen wir Blumen an der Erinnerungstafel in der Kirche nieder. Die weitere Feierlichkeit ist am Meer vorgesehen. Wir werfen Kränze und Sträuße ins Meer, entzünden Grabkerzen an der Kaimauer, sprechen ein Gebet für die Toten und singen das Lied „Wahre Freundschaft“, kündigt Benedikt Reschke, der Vorsitzende des Bundes der Bevölkerung deutscher Herkunft in Gdingen, an.

Einen Tag früher, am 5. April, findet ein historisches Symposium unter Teilnahme von Historikern der Landesgruppe Thüringen der Landsmannschaft Westpreußen statt.

lek